Wüstenreisen

Zurück zu den Nachrichten / Monday, 29 June, 2020
Shanghai, China Luftaufnahme

Die Mongolei liegt in Zentralasien. An sie grenzen nur zwei andere Länder, nämlich Russland und China. Obwohl das Land etwa 19-mal größer ist als Österreich, zählt es gerade einmal 3 Millionen Einwohner. Damit hat die Mongolei eine der weltweit niedrigsten Bevölkerungsdichten. Fast die Hälfte aller Bewohner lebt in der Hauptstadt Ulaanbaatar. Ungefähr 30% der Mongolen sind hingegen Nomaden. Beides lässt dem abenteuerfreudigen Urlauber mehr als ausreichend Platz. Dank ihres abgelegenen Standorts blieb die Gegend von Touristen unberührt. Stattdessen entschleiert sie wundervolle Landschaften mit endlosen Steppen und erhabenen Bergen. Hier ist man der Geschichte des Landes mitsamt seiner Kultur ganz eng verbunden. Wenn Sie auf Ihren Wüstenreisen diese jungfräuliche Region entdecken wollen, führt an der Wüste Gobi im Süden kein Weg vorbei.

Besuche der Gobi Wüste machen ein Visum für Mongolei erforderlich. Mit ihm darf man sich bis zu 30 Tage lang im Land aufhalten. Zu den interessantesten Anlaufstellen für den Wanderurlaub gehört Dalanzadgad. Mit einem 1,5-Stunden-Flug von Ulaanbaatar aus lässt sich die Stadt mühelos erreichen. Von dort aus können Tagesreisen zu den Flammenden Klippen oder nach Yolyn Am gemacht werden.

Seit der Entdeckung des ersten (wissenschaftlich belegten) Dinosauriereis in den 20er Jahren wurde die Wüste Gobi von zahlreichen Paläontologen besichtigt. Der Großteil an Fossilen verschiedener Dinosaurier und Säugetiere wurde an einem Stück Land gefunden, das man als Flammende Klippen(Bayanzag)kennt. Heute befinden sie sich im Gobi Gurvansaikhan Nationalpark: Mit seiner Fläche von fast 27000 Quadratkilometern gilt er als größter Nationalpark des Landes. Sein Name geht auf die Gurvansakihan (Die drei Schönheiten) Bergkette zurück. Und wie schön die Berge doch sind: Ihre spektakulären Klippen aus rotem Sandstein zusammen mit dem Hintergrund wichtiger paläontologischer Fundstücke machten die Region zu einem der beliebtesten Ziele für Sommerferien.

In Yolyn Am, dem Tal der Adler, erschließt sich die Umgebung bei Wanderungen am anschaulichsten. Hier kann man Geiern, Adlern oder wilde Argalischafen im natürlichen Lebensraum zusehen.

Wer hingegen klassischen Wüstenfahrten den Vorzug gibt, kann dies in den Khongor Dünen tun. An ihrem breitesten Punkt messen sie 27 Kilometer und reichen etwa 200 Meter in die Höhe. Ihre Vielfalt ist wirklich erstaunlich - im Süden sind die Dünen felsenähnlich, während im trockenen Inneren keine Pflanzen wachsen. Dafür blüht der Nordteil wie ein Garten. An sonnigen Tagen schenkt der Sand mit seinem prachtvollen Glanz erinnerungswürdige Anblicke. Dieser Bereich wird oft als 'Singende Dünen' bezeichnet. Beim Laufen durch die Dünen quietscht der Sand, so als würde er singen.

Die Anfahrt zu den Singenden Dünen dauert ungefähr 6-7 Stunden und beginnt in Dalanzadgad. Dabei hat man die Möglichkeit, mit Nomaden ins Gespräch zu kommen. Sie können bei der Suche nach Unterkünften weiterhelfen. In mongolischen Wüstenzelten wirkt der schwarze Himmel während der Nachtstunden noch mal so anziehend. Genau wie der morgendliche Sonnenaufgang: Für einen Moment glaubt man, auf einem anderen Planeten zu wohnen, wenn sich die leuchtende Röte sanft über die Zelte ausbreitet

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